Stadt- und Vereinsmeisterschaften 2011
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Leonie Gehrlein erstmals Willichs beste Schwimmerin

Die Stadt- und Vereinsmeister 2011 heißen Leonie Gehrlein und Christian Bombis vom Schwimmverein Willich. Besonders überraschend war dabei der erste Sieg von Leonie Gehrlein: Zwar war die Fünfzehnjährige vom Trainer der Leistungsgruppe, Werner Ruland, insgesamt mehr als elf Sekunden schneller gemeldet worden als die Vorjahressiegerin Nicole Bombis, aber im Vorfeld wurden Nicoles langsame Meldezeiten vielfach als Tiefstapelei abgetan.
Schon beim ersten Wettkampf, 100 m Schmetterling, wurde jedoch klar, dass Leonie in ausgezeichneter Form war; hier erkämpfte sie sich bereits knapp vier Sekunden Vorsprung auf Nicole. In der nächsten Disziplin, 100 m Rücken, schlugen beide nahezu gleichzeitig an, das Zielgericht sah einen hauchdünnen Vorsprung für Nicole. Bei der 100-m-Bruststrecke gab es kein direktes Aufeinandertreffen, da Nicole wegen ihrer Meldezeit im vorletzten Lauf startete und sich dort Francesca Plückhahn geschlagen geben musste. Auch Leonie gewann ihren anschließenden Lauf nicht, weil mit Anna-Lena Stech eine ausgezeichnete Brustschwimmerin gegen sie antrat. Nicole konnte weder in Brust noch in den entscheidenden 100 m Freistil Zeit gutmachen, sodass für die Gesamtwertung bei der Stadtmeisterschaft, wo die schnellsten drei Strecken gewertet werden, die Reihenfolge klar war: Leonie Gehrlein (Jahrgang 1996) siegte in 3:54,55 vor Nicole Bombis (Jg. 1992) in 3:57,71, Judith Lambertz (Jg. 1997) holte in 4:00,53 Bronze. Bei der Vereinsmeisterschaft, für die alle vier Strecken gewertet werden, schwamm Judith Lambertz in 5:31,02 unerwartet sogar noch an Nicole (5:33,64) vorbei auf den zweiten Platz. Leonie siegte auch hier mit 5:27,97.
Unspektakulärer ging es bei den Herren zu: Stadt- und Vereinsmeister wurde wie in den Vorjahren souverän Christian Bombis (Jg. 1989) mit Zeiten von 3:08,62 bzw. 4:24,91. Den zweiten Platz belegte wieder einmal Patrick Paas (Jg. 1988) in 3:23,57 und 4;40,54, Dritter wurde in beiden Wertungen Philip Greiner-Petter (Jg. 1997) in 3:33,41 und 5:00,30.
Christian hat mit seinem siebten Titel in Folge in der ewigen Bestenliste der Vereinsmeister die Reihensieger der 1970er und 1980er Jahre, Reiner Förster und Ulf Großmann, mit ihren jeweils sechs Titeln überholt und hat nun nur noch Heinz-Hubert Kallen vor sich, der ab 1991 ganze elf Male hintereinander Vereinsmeister wurde.
In der Altersklasse 1998 bis 2000, in der bei beiden Meisterschaften jeweils 50 m Freistil, Brust und Rücken geschwommen werden mussten, siegten Kim Zohren (Jg. 1999) in 1:57,59 und Christopher Rott (Jg. 1998) in 1:51,74. Die Jahrgangsmeisterschaften entschieden Sina Leidig und Max Bachem (Jg. 2004), Marie Bonacker und Jan Volle (Jg. 2003), Anna Laufens und Philipp Ortmann (Jg. 2002) sowie Pia Hölsken und Florian Mori (Jg. 2001) für sich. Jüngste Teilnehmerin und damit Stadtmeisterin im Jahrgang 2007 war Julika Schultze.
Besonders stark vertreten waren in diesem Jahr die Synchronschwimmerinnen, denen ihre Wendigkeit nicht nur bei der Wende zugute kam und die häufig selbst Schwimmerinnen aus der Schwimmabteilung hinter sich ließen. Bei der Seniorinnen (Jg. 1989 und älter) setzten sich die amtierenden Synchronschwimm-Mastersweltmeisterinnen Silke Hohlstein-Terwesten und Birte Hohlstein-Janssen gegen ihre Abteilungskollegin Carla Jossifoff durch.
Für die DLRG Willich gab es fünf Meldungen, alle anderen Aktiven stellte der SV Willich. Die Stadt- und Vereinsmeisterschaften im Schwimmen finden seit 1967 meist im Willicher Schwimmbad statt und sind seitdem zwei Mal ausgefallen, unter anderem 1990 wegen des großen Schwimmbadbrandes. Seit ihrer Eröffnung 1994 ist »de Bütt« Schauplatz der großen Veranstaltung Ende November/Anfang Dezember, kurz bevor das Bad für Reinigungsarbeiten geschlossen wird. Die erfolgreichsten Schwimmer waren bisher Gudrun Förster und Heinz-Hubert Kallen mit jeweils elf aufeinander folgenden Vereinsmeistertiteln.
SV Willich